Mittwoch, 15. März 2017

15-3-2017 Haleakala (2)

What a hard day! Wir sind kurz nach 4 Uhr schon on the road, um es nur ja bis zum Sonnenaufgang nach oben auf den Haleakala zu schaffen. Kurz: perfektes timing. Geparkt, geguckt, Sonne geht auf.
 



In Summe ist der Sonnenaufgang hinter dem Datzeberg auch nicht weniger spektakulär. Wenn das Tollensetal im Nebel liegt .. But: We did it!

Wir lassen uns dann von 3.000 m mitnehmen bis zum unteren Ende des Halemau´u Trails auf 2.450 m. Den Trail, den wir schon von oben nach unten gewandert sind – meist in den Wolken – wollen wir heute von unten nach oben gehen. Spannend nicht wahr?

Der Trail ist 18 km lang. Zuerst geht es mal von Kraterrand auf einem Zickzacksteig 300m runter. Und dann halt wieder hoch auf 3.000. Das ist die ganze Geschichte. Weil wir um 7 Uhr losgehen, sind wir die ganze Zeit allein. In den Lavafeldern ist es ganz still. Es gibt keine Tiere, nur wenige Vögel. Hier oben ist meist starker Wind. Deshalb sind die Vögel Enten – hören auf den schönen Namen Nené – und fliegen nicht gern. Es sieht aus wie auf dem Mond.
 
Die Temperatur ist erträglich. Wohl wegen der Höhe. Aber es ist ein langer Weg, und im Zusammenwirken mit früh aufstehen sind wir abends echt müde. So soll es auch sein. Morgen werden wir also mal Urlaub machen!

 





Wir sind 13 Uhr oben, und wie fast immer ist der Berg von einem Wolkenkranz umgeben.
Spektakuläre Wetterbedingungen in den einzelnen Höhenzonen!
Im Nebel regnet es eigentlich an jedem Tag.
Oben scheint die Sonne. Da ist es so klar, dass man hier eine internationale astronomische Beobachtungsstation gebaut hat.
An der Küste scheint die Sonne auch. Es ist unten extrem heiß heute, über 30 Grad.
 

Soll ich es preisgeben? Thunfisch gegrillt, mit Gemüse. Besser geht´s nicht.
Noch schnell den Blog fertigmachen und ab ins Bett.

14-3-2017 Road to Hana (2)

Wir hatten Hana beim ersten Versuch nicht ganz erreicht. Heute fahren wir nun ohne Abschweifungen durch.
 
Natürlich müssen wir früh noch die Wellen checken. Und siehe da, die Jungs stehen eher auf als wir. Mindestens 100 liegen schon auf ihren Brettchen und warten auf DIE Welle. Hanne kauft ein bisschen Muschel-Schnecken-Hawaii-Schmuck bei einer älteren Hawaiianerin. Sie war gestern auch surfen – 6-7 Fuss Welle – aber heute will sie erst ihren selbst gefertigten Schmuck verkaufen. Wir sind froh, dass wir ihr helfen können.
 

Kurz vor Hana gibt es einen Trail an der Küstenlinie entlang. 5 km durch die Lava (und zurück). Das ist genau an der Nordostspitze der Insel – also weht ein schöner auflandiger Wind. In dieser Gegend leben noch Hawaiianer nach alten Bräuchen. Man stört sie nicht und betritt ihre Claims nicht. Man darf auch nichts verändern, denn jeder Stein könnte eine Bedeutung haben und muss so liegen bleiben, wie er liegt.

Später finde ich dann eine sehr geeignete Seniorenresidenz. Hat aber noch etwas Zeit ..
Die Küste ist wirklich herrlich, das Meer klar und blau.






Wir sind wild entschlossen, die Strecke nicht nochmal zurück zu fahren (60 km), sondern die Insel nach Südosten zu umrunden (120 km geschätzt). Für Günter und Anita: Bis Hana ist die Straße geradezu ein Boulevard! Hinter Hana wird sie richtig wild: generell einspurig mit gelegentlichen Ausweichstellen, hat über zig Meilen keine feste Decke, dafür extreme Kurven und Steigungen. Unser Vehicle liebt das.
 



Überall gibt es wunderschöne Plätze. In diesen könnte man sich sofort verlieben. Aber was tut man da? Am Ende der Welt?
 

Erstaunlicherweise ist da auch alles besiedelt. Die Leute haben mindestens 60 .. 100 km schwierige Piste bis zum nächsten Laden, zur Tankstelle usw. Man fährt natürlich nur Truck, und zwar extra höhergelegt. Die Grundstücke sind riesig.
 

Später führt die Strasse durch das Niederschlagsgebiet des großen Vulkans. Hier ist eine ganz andere Vegetation: Gras, Weiden. Farmland. Überall stehen Angus Rinder im Grünen. Lecker Tiere.

 

Montag, 13. März 2017

13-3-2017 Walhe´e Ridge Trail

Früh aufstehen ist heute angesagt. Wir nehmen einen Trail, der doch ein paar Meter in die Höhe führt. Ridge ist ein Grat. Na ja, runterfallen kann man eher nicht. Wir sind auch nicht allein – uns kommen sogar früh schon junge Leute entgegen!
Es ist unglaublich schwül in dieser Ecke der Insel. 

 



 
Nach nicht mal zwei Stunden sind wir schon oben auf unserem Hügel. Weiter geht es nicht, weil alles andere den Status eines Naturparks hat. Außerdem sieht das Dickicht echt undurchdringlich aus. Es wächst alles gewaltig. Wasser gibt es ja genug.

Nach 10 Uhr bilden sich dann schon Wolken in der aufsteigenden Luft. Das Wetter ist noch wunderbar, aber demnächst steckt der Hügel in den Wolken. Schnell noch ein paar Bilder gemacht:
 
 

Was machen wir mit dem angebrochenen Tag? Um die Ecke gibt es den Iao Valley State Park, mitten im Krater. Die Berge steigen vom Valley steil auf 1.850 m auf. Leider ist der Park geschlossen, weil eine Sturzflut die Straße und alles weggerissen hat. Das ist sonst sicher auch ein beeindruckender Ort. Zumal da alles Wasser zusammenfließt, was oben abregnet.

Also kaufen und wir uns wunderbares Obst und essen am Strand alles auf. So geht´s notfalls auch mal.

Obst hat hier natürlich eine andere Qualität als bei uns, ist total reif und saftig. Es wird einem aber auch nicht geschenkt. Die Preise sind ebenso saftig.
 
Durch die hohen Preise für Dienstleistungen hat sich hier eine andere Szene ausgebildet als bei uns. So richtige gute Gaststätten findet man kaum bzw. wir finden sie nicht.
Es gibt relativ viele – ich würde die mal Imbissstuben nennen. So wie bei uns die China-Restaurants: Es sieht nach viel Auswahl aus, alles ist vorbereitet, Du kombinierst Dir etwas und wirst glücklich. Die sind sogar gut besucht. Vielleicht trifft man sich da mit Freunden - wir quatschen zwar (fast) jeden an, aber es bleibt unverbindlich. Keine Freunde - so machen diese Etablissements keine rechte Freude.
In jedem Supermarkt gibt es einen großen Stand mit vorbereitetem warmem Essen. Das hauen sie Dir in eine Schachtel und vor dem Markt, im Auto oder auch am Strand siehst Du die Leute dann essen. Opulent. Haben wir bisher ausgelassen.
Was uns echt fehlt, ist irgendeine Art Strandversorger. Es gibt kein Eis, kein Getränk, nichts. Die tollsten Strände sind völlig unbewirtschaftet. Wenn nicht so ein undefinierbarer Typ etwas aus dem Auto verkauft – fast immer geköpfte Kokosnuss (also Wasser).
 
Man findet alles genau da, wo die größte Zielgruppe zu erwarten ist. In den Märkten. Märkte sind die Szene. Traurig.
So nehmen wir uns halt etwas mit an den Strand und hauen lieber abends das schönste Zeugs auf den Grill. JEDEN ABEND! Unser Budweiser ist auch noch nicht alle. Aber ich muss zugeben .. mal so abends weggehen .. lokale Küche .. fehlt uns irgendwie.

Sonntag, 12. März 2017

12-3-2017 Wieder Beachtag – Kanaha Beach Park


Ein gemütlicher Beachtag. Wir sind ein paar Meter die Küste entlang gepaddelt und haben ansonsten Strand und Sonne genossen.


  Jetzt ist es doch ziemlich heiß. Und weil die Luftfeuchtigkeit wohl bei 100% liegt, mag man sich gar nicht so hastig bewegen.
 
Auf dem Bild sind im Hintergund die West Maui Mountains zu ahnen. Das ist ein zweiter großer alter Vulkan. Geht bis auf knapp 1.800 m. Dort entstehen ab Mittag immer finsterste Wolken. Der Berg gehört mit 10 m/Jahr zu den regenreichsten Flecken der Erde. In Deutschland sind es im Schnitt 0,80 m/Jahr. Im Windschatten des Berges, also im Süden gar nicht weit weg, liegt die Niederschlagsmenge bei 0,25 m/Jahr. Deshalb findet man hier fast immer eine sonnige Seite. Der Ozean und die Berge – und infolgedessen die interessante Vegetation – machen Maui und Hawaii insgesamt so besonders. Sonst könnten ja auch nach Fehmarn reisen, ha ha.

Morgen wollen wir ein Stück auf den Berg gehen, so bis 800m. Wir müssen also Mittags wieder unten sein.

Hier hat mich Hanne im Schnee erwischt. Keine Ahnung, wie sie das hinbekommen hat.
 

Und schon ist der Tag wieder vorbei.
 


Samstag, 11. März 2017

11-3-2017 MAUI PRO-AM

An diesem Wochenende findet ein Wettbewerb der APP World Tour – so eine Art Weltcuo der Paddelsurfer – auf Maui statt. Wir sind hin gewandert. So weit ist es nicht bis Ho´okipa, aber es ist natürlich heiß auf der Strasse.

Die Bedingungen sind geradezu ideal. Die Sonne scheint, es geht kaum Wind, und die Wellen sind für hiesige Verhältnisse moderat. Also im Wellenrevier Ho´okipa so etwa mannshoch. Die Jungs und Mädels fahren mit ihren kippligen Raceboards da mitten durch. Und fallen nicht runter. Ich kann schon mit kleinen Wellen nicht umtun und gehe baden. Aber das hier sind halt Profis.

Ich füge ein paar Fotos bei, aber richtig sehen kann man es
hier.

 

 

Ups, da ist mir was durch die Linse gelaufen.

Und hier noch unser Gastgeber Bart de Zvart, der sich aber leider nicht platzieren konnte.

 
Übrigens ist eine Station im Weltcup in Scharbeutz an der Ostsee 30.6.-2.7.17

Freitag, 10. März 2017

10-3-2017 Hoapili Trail


Unsere Wandertour führt uns heute ganz in den Süden. Die Strasse endet in der La Perouse Bay. In dieser Gegend gibt es relativ frische Lavafelder. Der Haleakala hatte wohl um 1790 hier seine letzten Aktivitäten. Aus Nebenkratern ist dünnflüssige Lava in großen Mengen bis ins Meer geflossen. An der Oberfläche ist sie erstarrt. Durch die Bewegung im flüssigen Untergrund wurden die Schollen immer wieder aufgebrochen, verschoben, aufgeworfen. Das Ergebnis ist ein ideales Chaos. Ein strukturloses Chaos zu erzeugen ist ja gar nicht so einfach. Hier kann man es sehen.
An manchen Stellen hat die Lava das Meer nicht erreicht. Dort findet man die alte Küstenlinie und sogar Sandstrände.

Die Bucht heißt so, weil der Comte la Perouse 1786 hier angelandet ist. Auf seinen Karten ist die durch den Ausbruch gebildete Uferlinie nicht verzeichnet. Also nimmt man an, dass sie nach 1786 entstanden ist. La Perouse soll aber ganz schlecht kartografiert haben. Hat in der Schule nicht aufgepasst. Deshalb ist nicht sicher, wie sie zu seiner Zeit tatsächlich war. Jedenfalls ist der heutige Verlauf auf der Karte eines Missionars von 1784 schon verzeichnet.

Der Hoapili Trail führt über viele Meilen durch eine völlig zerborstene Landschaft. So 7 Meilen hin und zurück haben wir uns angetan. Der Trail heißt auch Kings Highway nach einem alten Hawaiianischen König. In der Gegen gibt es nämlich viele Zeugnisse alten Lebens, die der Weg verbindet. Vor allem Mauern und Reste von Häusern. Wenn man das lebensfeindliche Hinterland (Lava) sieht, dann ist schon verständlich, dass die alten Hawaiianer die engere Verbindung zum Meer hatten. Da war sozusagen immer der Tisch gedeckt.

Ein schöner und recht interessanter Weg also. Absolut schöne, einsame Buchten. Tolle Aussichten auf den Ozean, türkisblaue Wellen.

Jetzt abends haben wir uns noch ein schönes Rib Eye Steak gegrillt, genial dick und saftig. Ein Thunfischsteak auch noch. Ein bisschen Gemüse und ein paar Döschen Budweiser dazu, schon ist der Tag perfekt. Wir haben das Angebot von safeway genutzt, und nun müssen wir 30 Döschen Budweiser wegmachen. Wir schaffen das. Aber Bilder gibt’s davon nicht.

 
 
 

  


 




Donnerstag, 9. März 2017

9-3-2017 Big Beach - wieder Beach



Spätes Frühstück im Grünen. So langsam soll die Regenperiode zu Ende sein, und die Sonne kommt in Gang. Wie immer checken wir die Wellen – zu hoch für uns am North Shore. Wir fahren also wieder auf die  Südseite.
 

Maui Süd ist eine Ansammlung von Hotels, Shopping Malls und kilometerweit Golfplätzen. Es reiht sich einer an den anderen: Wailea North Golf Course, Wailea Gold Golf Course, Wailea Emerals Golf Course.

Ganz im Süden kommt der Makena Beach Park. Hier hatten sich Hippies niedergelassen und haben ihm den Namen Big Beach gegeben. Ab 1967 haben Hippies aus aller Welt Hawaii bevölkert. 1972 war dann schon Schluss, weil das Paradies in Folge sanitärer Probleme, Unrat und Krankheiten nicht mehr bewohnbar war. Auch waren inzwischen viele Kinder da, die nicht zur Schule gingen. Die Obrigkeit hat einfach wildes Zelten verboten und State Parks aus den Wohnplätzen gemacht. Auf Kauai hatte der Bruder von Liz Taylor den Blumenkindern Teile seines Privatgeländes überlassen. Ihm war das Bauen auf seinem Gelände verwehrt worden – eine Trotzreaktion also. Heute ist da auch ein State Park. Es gibt eine schöne Spiegel-Dokumentation darüber.

Die Strände sind grundsätzlich frei. Eigentlich darf niemand einen Strand privat sperren. Trotzdem kommt man natürlich nicht überall durch. Aber grundsätzlich sind überall zwischen den Hotels und Villen Durchgänge zum Strand. Dort kann man dann auch entlangspazieren und sich niederlassen. Und wo es nicht verboten ist, da darf man auch parken bzw. sein Zelt aufschlagen.

Also Big Beach – schönes Wetter. Es ist DER Traumstrand auf Maui. Wir baden und paddeln ein bisschen. Weil hier kein Riff vor dem Strand ist, donnern die Wellen mit aller Energie auf den Strand und erzeugen einen ordentlichen Shorebreak. Auch wenn sie draußen nicht hoch sind. Ohne genaues Timing kommt man weder raus noch rein. Der Baywatch Guard schreit alle an, die sich in der Brandung aufhalten. Ein paar weitere Blessuren. Sonst nichts zu vermelden. Pamela war leider nicht da, um die Hand aufzulegen.
 

Nun noch schnell was essen auf dem Heimweg. Mexikanisch. Das wird The Donald wohl auch bald verbieten.