Samstag, 4. März 2017

4-3-2017 Endlich aufs Wasser


Heute ist Samstag. Aber die Strände sind auch am Wochenende nicht voll. Wir sind am Kanaha Beach Park. Das ist der beste Strand der Hauptstadt, und es ist – leer. Während ich mich entsprechend meiner tariflicher Verpflichtung erhole, hat Hanne in Summe 7 Begegnungen mit Grauwalen. Allerdings sind sie so weit draußen, dass man sie nicht auf Bild bekommt.

 
 
Auf der Leeseite der Insel ist das Wasser glatt. Wind ist nur draußen. Also entschließen wir und nun endlich, Boards zu besorgen. Ich soll ein Gesicht machen, dass meine Freude ausdrückt. Unser Vehicle gewinnt deutlich an Wert.





Das Panorama ist gewaltig, weil hohe Berge die Insel dominieren. Oben hängen eigentlich immer schwere Wolken. Es sieht aus wie Gewitter, aber damit ist nicht zu rechnen. Die Temperaturen sind jetzt wirklich tropisch, die Sonne brennt.
Wir gondeln ein paar Kilometer an der Küste in Richtung Spreckelsville. Aus dieser Perspektive sind spektakuläre Wohnanlagen zu besichtigen. Unter Palmen. Von Land aus verstecken die sich gut.
Ich habe gelesen, dass vor Jahren schon ein eigenes Haus auf Maui mit 650 T veranschlagt wird, eine Eigentumswohnung mit 350 T. In der Regel sind die Häuser aus Holz. Absolute Leichtbauweise, meist aufgeständert. Mietwohnraum ist extrem knapp.
Ein Anwesen in Strandlage liegt dann sicher wieder im Bereich einiger Millionen. Na ja, SO SCHÖN ist es hier auch wieder nicht. Wir verzichten.

Auch Hotels sind übrigens knapp. Wir fahren sicher bald mal nach Hana - Road to Hana ist ein ausgewiesenes Hightlight. Dort ein Hotel buchen? 650 $ bitte schön. Gern geschehen. 350 $ wird schon als Schnäppchen in der Nebensaison bezeichnet. Ist aber leider gerade aus. Ich will nicht knausern. Aber DARÜBER darf man doch noch einmal nachdenken, oder?

Kaufen wir uns also lieber was Anderes. Wir versorgen uns ebenso wie die Einheimischen im Markt oder am Straßenstand. Inzwischen haben wir schon „unsere“ Läden, wir kennen die Regale, was es wo gibt. Die Parkmöglichkeiten, die Post, die Bank. Für uns schafft das ein schönes Gefühl, dazu zu gehören. Wenigstens für begrenzte Zeit.
Die Preise sind schon erstaunlich hoch. Wenn wir nicht das Pappbrot kaufen, das auch schon 3 $ kostet, dann sind wir mit 7 $ für ein Mischbrot dabei. Liter Milch 3 $. Nur Fleisch ist gut und vergleichsweise billig, und natürlich das ganze einheimische Grünzeug. Ich weiß nicht, wie die Amis so über die Runden kommen, bei den Wohnkosten, Lebensmittelpreisen und vor allem mit ihren fetten Trucks. Das Einkommen liegt im Schnitt bei 30 T pro Arbeitskraft. Damit ist es sogar höher als im US Durchschnitt. (Zahlen etwa 7 Jahre alt). Auch das Bruttoprodukt pro Kopf liegt erstaunlicherweise höher als im US Durchschnitt. Dabei gibt es ja keine große Industrieauf Hawaii. Aber der Tourismus trägt stark bei, und vor allem das Militär. Von Oahu aus beherrschen die USA 50% der Erdoberfläche (kein Witz). Die sind hier zuständig für das Gebiet von der US Westküste bis zur indischen Ostküste, von der Antarktis bis zur Arktis. Ein Militärangehöriger verdient im Schnitt 75 T, ein Zivilangestellter 38 T. Daher die großen Zahlen. Aber auf Maui entfallen nur 1,2% der Militärausgaben. Es ist also alles in allem total ländlich hier, wie in Mecklenburg ohne die „Oberzentren“. Die Hauptstadt hat nur 36 T Einwohner.

Das finde ich schon alles ganz erstaunlich. Ich hätte angenommen, Hawaii muss vom Festland gefördert werden. Aber nein ..
 
Na uns ist es egal. Wir schwimmen im großen Strom mit und leisten uns die feinen Sachen. Das schmeckt aber auch alles ..
Deshalb nun ein letzter Blick auf unser werdendes Abendbrot. Prost und gute Nacht.

 


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