Unsere Wandertour führt uns heute ganz in den Süden. Die Strasse endet in der La Perouse Bay. In dieser Gegend gibt es relativ frische Lavafelder. Der Haleakala hatte wohl um 1790 hier seine letzten Aktivitäten. Aus Nebenkratern ist dünnflüssige Lava in großen Mengen bis ins Meer geflossen. An der Oberfläche ist sie erstarrt. Durch die Bewegung im flüssigen Untergrund wurden die Schollen immer wieder aufgebrochen, verschoben, aufgeworfen. Das Ergebnis ist ein ideales Chaos. Ein strukturloses Chaos zu erzeugen ist ja gar nicht so einfach. Hier kann man es sehen.
An manchen Stellen hat die Lava das Meer nicht erreicht. Dort findet man die alte Küstenlinie und sogar Sandstrände.
Die Bucht heißt so, weil der Comte la Perouse 1786 hier angelandet ist. Auf seinen Karten ist die durch den Ausbruch gebildete Uferlinie nicht verzeichnet. Also nimmt man an, dass sie nach 1786 entstanden ist. La Perouse soll aber ganz schlecht kartografiert haben. Hat in der Schule nicht aufgepasst. Deshalb ist nicht sicher, wie sie zu seiner Zeit tatsächlich war. Jedenfalls ist der heutige Verlauf auf der Karte eines Missionars von 1784 schon verzeichnet.
Der Hoapili Trail führt über viele Meilen durch eine völlig zerborstene Landschaft. So 7 Meilen hin und zurück haben wir uns angetan. Der Trail heißt auch Kings Highway nach einem alten Hawaiianischen König. In der Gegen gibt es nämlich viele Zeugnisse alten Lebens, die der Weg verbindet. Vor allem Mauern und Reste von Häusern. Wenn man das lebensfeindliche Hinterland (Lava) sieht, dann ist schon verständlich, dass die alten Hawaiianer die engere Verbindung zum Meer hatten. Da war sozusagen immer der Tisch gedeckt.
Ein schöner und recht interessanter Weg also. Absolut schöne, einsame Buchten. Tolle Aussichten auf den Ozean, türkisblaue Wellen.
Jetzt abends haben wir uns noch ein schönes Rib Eye Steak gegrillt, genial dick und saftig. Ein Thunfischsteak auch noch. Ein bisschen Gemüse und ein paar Döschen Budweiser dazu, schon ist der Tag perfekt. Wir haben das Angebot von safeway genutzt, und nun müssen wir 30 Döschen Budweiser wegmachen. Wir schaffen das. Aber Bilder gibt’s davon nicht.





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