Donnerstag, 23. März 2017

23-3-2015 Überraschender Abschied

Gestern noch fröhlich auf dem Berg rumgestiegen, und heute schon Abschied. Das ist nun für uns selbst überraschend. Wir haben gestern noch schön eingekauft, für den Abend UND DEN NÄCHSTEN TAG. Schön geduscht, Ribeye Steak gegrillt und zusammen mit dem Rest Spaghetti vom Vortag gegessen. Dann Flüge gecheckt: Und überraschend sind die nicht "übermorgen", sondern "morgen". Das freut einen doch. Ich gebe zu, dass die Idee, die Flüge zu checken, von Hanne kam. Ich hätte gemütlich noch einen Tag rangehängt. Mag gar nicht über die Folgen nachdenken.
 
Jedenfalls: Das war´s dann. Wir beenden den Blog genau so rasant wie den Urlaub. Wir haben also früh noch das überzählige Budweiser, eine super reife Papaya, Butter (3,99$!!), Pumpernickel (aus Bayern, 4,99!!) und alles andere an die Wirtsleute abgegeben, Leergut weggebracht, Surfmiete beglichen und uns vom Pazifik verabschiedet. Ach ja: und unser treues Vehicle abgestellt.
 
Passend regnet es heute im Osten, also da, wo wir wohnten. Der Rest der Insel hat freilich Sonne. Ein bisschen wehmütig ist uns doch zumute. Andererseits freuen wir uns auch auf unser schönes Mecklenburg. Jetzt sind wir schon in San Franzisco. Morgen früh geht's heim.
 

Tschüss Maui. Mahalo.
  
 

Mittwoch, 22. März 2017

22-3-2017 Redwood Trail

Zur Abwechslung gibt’s wieder einen Wandertag. Auf dem Hang des Halaeakala in 2.000 m Höhe wurde in den 20er Jahren eine Fläche mit Redwoods aufgeforstet. Das sind so Riesen Bäume, können über 100 m hoch werden. Aber an Stellen, wo sie Platz und Licht haben, da wachsen sie gerne in die Breite und bilden manchmal ein ziemliches Gestrüpp. Die erinnern ein bisschen an Thujen. Muss man also nicht im Garten haben.

Genau in dieser Höhe bilden sich am Berg fast an jedem Tag Wolken. Daraus beziehen die Pflanzen ihr Wasser. Es ist also total grün, ein dichter Wald.

Also: Redwood Trail. Man hat dort oben den Polipoli State Park eingerichtet, Wanderwege angelegt und so das übliche. Perfekt. Es geht natürlich zuerst ewig in Serpentinen nach oben – eine interessante, sehr schmale Strasse. Die Amis fahren am Ende der Strasse auf einer „unpaved road“ bis in den Park. Wir sind im Staub gewandert. Viele Autos und Menschen sind da nicht... 

Die meiste Zeit sind wir knapp über den Wolken. Herrliches Wetter. Schöne Ausblicke nach allen Seiten. Am Nachmittag steigen die Wolken dann hoch, und wir sehen sie durch den Wald ziehen. Das sind schöne Bilder. Am Ende sind wohl so 25 km zusammengekommen. Jetzt sind wir rechtschaffen müde.


 

Beste Sicht auf den Pazifik.

 
Hinten ist Big Island zu sehen – das ist die Hauptinsel des Hawaii Archipels und wird auch Hawaii genannt. Links ist der Mauna Kea, immerhin 4.205 m hoch – oben ist Schnee zu sehen. Rechts ist der Mauna Loa, ein noch aktiver Vulkan, auch fast so hoch.

Am Nachmittag ziehen Wolken durch den Wald.
 

Dienstag, 21. März 2017

21-3-2017 Wieder Beachtag

Leider kann ich nur wieder einen Beachtag anbieten. Morgen gibt’s was anderes, versprochen.

Zuerst unser täglicher „Weg zur Arbeit“ durch Paia, die Welthauptstadt des Windsurfens. Man beachte die Elektroverkabelung. Alles oberirdisch. Das sieht aus wie Dritte Welt. Aber offenbar funktioniert´s.


 
Heute war ordentlich Wind. Also das normale Wetter. Unsere Vermieter betreiben ja einen Surfshop – eher einen Verleih. Die haben gleich auf Hauptsaison umgeschaltet und die Öffnungszeiten verlängert. Natürlich leihen wir dort unser Equipment.
 



Der Beach wie immer ideal. Bis zum Riff – das etwa 300 m draußen ist – und Beach ist das Wasser meist nur 1 m tief. Das gibt ziemlich chaotische Wellen. Für mich schwer zu fahren. Draußen, wo das Wasser dunkelblau wird, gibt es eine große lange Dünung und geordnete Windwellen. Das liebe ich. Aber ich muss Hanne versprechen, nicht so weit raus zu fahren. Ok. Wird gemacht.

Das Besondere heute war eine Gruppe von Testfahrern von Neil Pryde. Das ist unsere (Family) bevorzugte Segelmarke. Mit dabei Antione Albeau. Er ist aktuell der schnellste Windsurfer, ein Bär von Mann – 11-facher Weltmeister und Speedrekordhalter bei den Windsurfern mit knapp 100 km/h. Die brettern natürlich mit Riesen Slalomsegeln über die Wellen. Ich habe heute 4,7 m², die Jungs 7 m². Beeindruckend.

 

Und nun zum Abend noch ein Gruß aus dem Hexenhaus.
 


Montag, 20. März 2017

20-3-2017 Beachtag

Ideales Wetter. Früh zeigt sich der Haleakala (Vulkanberg 3.000 m) im besten Kleid. Es sind 36 Meilen (also knapp 60 km) inkl. aller Serpentinen bis zum Gipfel. Das Land unter dem Berg wird Upcountry genannt. Es ist verhältnismäßig fruchtbar – Weide- und Farmland. Was hier fehlt, ist eine verarbeitende Industrie für das Landwirtschaftszeugs. Deshalb werden z.B. Milchprodukte vom Festland geholt und sind entsprechend teuer. Früher wurde hier Zuckerrohr angebaut. Aus der Zuckerzeit gibt es noch viele Relikte: Fabriken, Bahnlinien u.a. Und noch früher war das Regenwald. Jetzt speichert der Vulkanboden nicht mehr viel Wasser. Regen wird über die Flüsse in den Ozean abgeleitet. Auf Maui ist das Wasser knapp.

Übrigens wird im Norden, wo wir wohnen, der Neubau von Hotels wegen der Wassersituation nicht erlaubt. Es wirkt deshalb alles ein bisschen unterentwickelt. Kleine Orte, es ist nicht viel los. An der Südküste gibt es zwei geballte Hotel-Zonen. Da möchte man nicht sein. Es ist wie überall, völlig austauschbar. Aber auch dort darf nicht höher als 2 Etagen gebaut werden. Was wirklich bedenklich ist: die große Zahl von Golfplätzen, die alle viel Wasser brauchen.
 

  
Wir sind den ganzen Tag am Strand. Die State Beaches sind wirklich gut ausgebaut. In diesem Fall ideal für Windsurfer mit Rasenflächen zum Aufbauen, ordentlichen Toiletten, Süsswasser-Dusche und ausreichend Parkplatz.

Hier treffen sich auch gern die Einheimischen – also die Hawaiian Natives – und tafeln gewaltig auf. Machen Musik und sitzen den ganzen Tag zusammen. Das ist der Lebensstil, der das Bild von Hawaii prägt. Na ja. Neben dem immer gleichbleibenden idealen Klima, der Präsenz des Ozeans und der schönen Landschaft.
 

 
  Das war´s dann auch schon wieder. Ist nichts dran an so einem Tag.

Sonntag, 19. März 2017

18 und 19-3-2017 Beachtag

Gestern gab es keinen Blogbeitrag. Es gab einfach nichts zu berichten. Hanne hat ein paar Schildkröten aufgespürt.
 

 
Ich war noch fauler als die, wollte mich gar nicht bewegen und habe sie deshalb verpasst.
 

Nun noch ein Bild aus dem abendlichen Paia – der Welthauptstadt des Windsurfens. Das ist das Zentrum - die Kreuzung Hana Road - Baldwin Ave.
 


Wir sind jetzt 1 Monat weg. Unglaublich.

Weil wir eben nicht im Hotel wohnen, sind wir richtig angekommen und fühlen uns fast zu Hause. Wir kennen alles, treffen Leute wieder, wissen wo wir einkaufen, brauchen keine Strassenkarte mehr usw. Wir schwimmen halt so im allgemeinen Leben mit. Nicht etwa schneller als die anderen. Das passt schon sehr gut.

Heute hat sich die Wetterlage etwas geändert. Es ist etwas kühler – nicht mehr über 30 Grad – und der Wind bläst jetzt aus der „richtigen“ Richtung parallel zum (North) Shore. Das ist das normale Wetter. Am und im Wasser sind viel mehr Menschen als gestern noch. Es gibt fast keine Wolken. Sogar Halakeala und West Maui Montains sind wolkenfrei, was sehr selten ist. Heute ist der Wind noch ein bisschen schwach. Das soll sich aber ändern.

Bester Wind für die Kiter. Für mich noch „unterhalb der Kotzgrenze“.

 



  Und noch ein Bild von unserer Küche. Es ist 18 Uhr. Wir packen gerade den Einkauf aus. Was soll ich sagen: gegrillte Garnelen mit Reis und Ananas. Genial.

Samstag, 18. März 2017

17-3-2017 Whalewatching

Es regnet heute früh. Ich habe gelesen, dass die Leute an der Nordküste sich durch die häufigen, kurzen Schauer nicht abhalten lassen, ihrer gewohnten Beschäftigung nachzugehen. Sie nehmen den Regen einfach nicht zur Kenntnis. Sehr symphatisch.
Wir wollen aber keinen Regen. Also fahren wir nach einigem Herumhängen an die Südküste. Dort ist es auch wirklich trocken und warm. Natürlich zieht im Laufe des Tages auch mal ein Nieselregen durch. Da sind wir aber schon auf einer kleinen Wanderung. Leider ist unser ausgemachtes Ziel – einer der jungen kleinen Krater – inzwischen auf Privatland. Also nicht erreichbar. Anders als bei uns darf man hier nur öffentliches Gelände betreten. Das ist so rar, dass man es extra ausweist (state park, state beach u.ä.). Rechts und links der Straße stehen meist Schilder „privat property“ oder „no trespassing“. Das respektieren wir (und alle anderen offenbar auch).

 

Der Höhepunkt des Tages ist dann wohl die Sichtung mehrerer Wale. Kaum zu fotografieren. Weil sie doch zu weit weg sind, und weil sie nicht warten, bis man fertig ist. Die springen einfach irgendwo aus dem Wasser, machen ein bisschen Schaum, und weg sind sie wieder.
 
 
 Tolle Wale oder? Es könnte auch das Ungeheuer von Loch Ness sein. Aber nein - in der Region bringen Grauwale ihre Jungen zur Welt. Der Wal ist ja ein Säugetier. Später ziehen sie zum Fressen (Kril) wieder in die Arktis.
 

Donnerstag, 16. März 2017

16-3-2017 Beachtag

Es gibt nichts Besonderes zu berichten. Auf dem üblichen Weg besuchen wir früh immer Ho´okipa. Kein Wind, kaum Wellen.
 
Dort beobachten wir eine Familie, die den Jüngsten in die (moderate) Welle mitnimmt. Da kann man lange zugucken. Auch die Kleinsten toben hier im Wasser herum. Es sieht aus, als wenn die mit Geburt schon schwimmen können. Surfen als Lebenseinstellung ist spürbar. Offenbar gehen viele Leute früh erst mal eine Stunde aufs Wasser.

Der nächste Ort auf unserem täglichen Weg ist Paia – die Welthauptstadt des Windsurfens. Sie verdient sich den Titel, weil in der Umgebung einige der bekanntesten Windsurf-/ Wellenspots liegen: Ho´okipa, Spreckelsville, Kanaha und Jaws. Nach Surfen sieht der Ort auch aus. Junge Leute, cool, zwanglos. Es geht sehr relaxed zu. Eine richtige Stadt ist es natürlich nicht, eher eine Strassenkreuzung mit ein paar einfachen Läden und etwas verstreuter Besiedlung drumherum. 2.600 Einwohner. Echt Provinz. Schweizer Uhren und Pelze gibt es jedenfalls (noch?) nicht.
 



Später beobachten wir noch ein Fotoshooting für die neue Kollektion von rrd – die Hausmarke von Sascha, Kristin und Franzi, soweit ich weiß. Sehr sehenswerte Jungs haben Bretter und Segel wohl 15x zwischen Strand und Wasserlinie hin- und hergetragen. Sonnenbrille gerückt, Produkte in Szene gesetzt. Nur ins Wasser sind sie nicht gegangen. Models. Nicht wasserfest. Als wieder abgeriggt wurde, war die Show für uns zu Ende.



Mittwoch, 15. März 2017

15-3-2017 Haleakala (2)

What a hard day! Wir sind kurz nach 4 Uhr schon on the road, um es nur ja bis zum Sonnenaufgang nach oben auf den Haleakala zu schaffen. Kurz: perfektes timing. Geparkt, geguckt, Sonne geht auf.
 



In Summe ist der Sonnenaufgang hinter dem Datzeberg auch nicht weniger spektakulär. Wenn das Tollensetal im Nebel liegt .. But: We did it!

Wir lassen uns dann von 3.000 m mitnehmen bis zum unteren Ende des Halemau´u Trails auf 2.450 m. Den Trail, den wir schon von oben nach unten gewandert sind – meist in den Wolken – wollen wir heute von unten nach oben gehen. Spannend nicht wahr?

Der Trail ist 18 km lang. Zuerst geht es mal von Kraterrand auf einem Zickzacksteig 300m runter. Und dann halt wieder hoch auf 3.000. Das ist die ganze Geschichte. Weil wir um 7 Uhr losgehen, sind wir die ganze Zeit allein. In den Lavafeldern ist es ganz still. Es gibt keine Tiere, nur wenige Vögel. Hier oben ist meist starker Wind. Deshalb sind die Vögel Enten – hören auf den schönen Namen Nené – und fliegen nicht gern. Es sieht aus wie auf dem Mond.
 
Die Temperatur ist erträglich. Wohl wegen der Höhe. Aber es ist ein langer Weg, und im Zusammenwirken mit früh aufstehen sind wir abends echt müde. So soll es auch sein. Morgen werden wir also mal Urlaub machen!

 





Wir sind 13 Uhr oben, und wie fast immer ist der Berg von einem Wolkenkranz umgeben.
Spektakuläre Wetterbedingungen in den einzelnen Höhenzonen!
Im Nebel regnet es eigentlich an jedem Tag.
Oben scheint die Sonne. Da ist es so klar, dass man hier eine internationale astronomische Beobachtungsstation gebaut hat.
An der Küste scheint die Sonne auch. Es ist unten extrem heiß heute, über 30 Grad.
 

Soll ich es preisgeben? Thunfisch gegrillt, mit Gemüse. Besser geht´s nicht.
Noch schnell den Blog fertigmachen und ab ins Bett.

14-3-2017 Road to Hana (2)

Wir hatten Hana beim ersten Versuch nicht ganz erreicht. Heute fahren wir nun ohne Abschweifungen durch.
 
Natürlich müssen wir früh noch die Wellen checken. Und siehe da, die Jungs stehen eher auf als wir. Mindestens 100 liegen schon auf ihren Brettchen und warten auf DIE Welle. Hanne kauft ein bisschen Muschel-Schnecken-Hawaii-Schmuck bei einer älteren Hawaiianerin. Sie war gestern auch surfen – 6-7 Fuss Welle – aber heute will sie erst ihren selbst gefertigten Schmuck verkaufen. Wir sind froh, dass wir ihr helfen können.
 

Kurz vor Hana gibt es einen Trail an der Küstenlinie entlang. 5 km durch die Lava (und zurück). Das ist genau an der Nordostspitze der Insel – also weht ein schöner auflandiger Wind. In dieser Gegend leben noch Hawaiianer nach alten Bräuchen. Man stört sie nicht und betritt ihre Claims nicht. Man darf auch nichts verändern, denn jeder Stein könnte eine Bedeutung haben und muss so liegen bleiben, wie er liegt.

Später finde ich dann eine sehr geeignete Seniorenresidenz. Hat aber noch etwas Zeit ..
Die Küste ist wirklich herrlich, das Meer klar und blau.






Wir sind wild entschlossen, die Strecke nicht nochmal zurück zu fahren (60 km), sondern die Insel nach Südosten zu umrunden (120 km geschätzt). Für Günter und Anita: Bis Hana ist die Straße geradezu ein Boulevard! Hinter Hana wird sie richtig wild: generell einspurig mit gelegentlichen Ausweichstellen, hat über zig Meilen keine feste Decke, dafür extreme Kurven und Steigungen. Unser Vehicle liebt das.
 



Überall gibt es wunderschöne Plätze. In diesen könnte man sich sofort verlieben. Aber was tut man da? Am Ende der Welt?
 

Erstaunlicherweise ist da auch alles besiedelt. Die Leute haben mindestens 60 .. 100 km schwierige Piste bis zum nächsten Laden, zur Tankstelle usw. Man fährt natürlich nur Truck, und zwar extra höhergelegt. Die Grundstücke sind riesig.
 

Später führt die Strasse durch das Niederschlagsgebiet des großen Vulkans. Hier ist eine ganz andere Vegetation: Gras, Weiden. Farmland. Überall stehen Angus Rinder im Grünen. Lecker Tiere.