Von Santa Cruz bis Monterey: Einen Highway NumberTwo
würden wir uns wünschen. Aber dazu später.
Früh führt unser Weg durch endlose
Erdbeerplantagen – Strawberry fields forever
– nach Süden. Überall stehen Schilder der Marke Dole. Die Pflanzen sind perfekt in Folie eingeschlagen und haben schon Blüten. Von hoer kommt also der ganze Segen. Symphatisch.
In einer kleinen Lagune lassen ich Seeotter die Sonne auf den
Bauch scheinen, putzen die Schnäuzchen. Putzig. Seehunde spielen auch in trüben Wasser. Ach ja,
auch Wale gibt´s, aber die haben wir nicht gesehen. Überhaupt sind die Amis die
größten Naturschützer. Überall Reservate, State Parks, Hinweisschilder. Im Laden
ist alles mindestens Bio. Auf der Milch steht wirklich: „Kuh frisst genfreies
Futter. Es ist nicht möglich, in der Milch nachzuweisen, dass genfreies Futter
gegeben wurde, aber glaubt es!“ – oder so ähnlich.
Hinter
Monterey machen wir dann wieder einen längeren Spaziergang (etliche Lm) durch
den Lobos Point State Park. Heute sind da tolle Ausblicke, alte Zedern und
Seelöwen zu bestaunen. Früher war hier ein Stützpunkt der Walfängerei. Belassen
wir es mal bei einem Ausblick and an old whalerman.
So. Auf dem Weg nach
Süden soll jetzt eigentlich das schönste Stück kommen: Big Sur. Wir können die
Küste sogar schon sehen.
Aber leider
versperrt ein Sheriff die ganze Straßenbreite und schickt uns zurück: Die ganze
Küste is closed. Es hat Erdrutsche gegeben. Wann die Number One wieder befahren
werden kann, ist ganz unbestimmt, may be in a year. No way today. Einen Highway
Number Two hat er auch nicht im Angebot. Die Umleitung über den Freeway im
Landesinneren wäre mindestens 100 Meilen lang (160 km). Und das bei meiner Null-Bock-Einstellung
zum Fahren.
Da bleiben wir lieber vor Ort und suchen uns einen Campingplatz.
Der hat wie gewohnt „alles“, von Strom, Wasser, Entsorgung, Sanitäranlagen, Sat-TV bis free
Internet. Super. Wenn ich links rausschaue steht ein RAM 2500 (400 PS), rechts
ein F-150 (400 PS), daneben die entsprechenden Trailer. DAS sind Autos! Grade parkt wieder einer ein. Sieht aus wie der Bofrost Lieferwagen.
Ich trau mich auch noch nicht zu fragen, was sie zu ihrem Präsidenten sagen. Hier, unweit von Mexiko. Wie frag man so was? Aber spannend ist das, und irgendwann muss ich´s wissen.




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