Ein Blog muss wohl sein nach der Vorgabe des Drosten. Aber wir sind langsam unterwegs, erwartet nicht zu viel!
Tegel - Newark - Fan Francisco: Durch die Zeitdehnung +9h sind wir um 18 Uhr schon in S.F. Was uns gleich auffällt: Die Amis legen nicht so viel Wert auf den Schein. Es muss funktionieren. Wie es aussieht ist nicht wichtig. Die Flughägen sind ganz schön abgenutzt und könnten eine Auffrischung vertragen.
Am Montag 20.2. dann mit der BART (Bay Area Stadtbahn) nach Dublin. Das liegt "hinter den Bergen" auf der Ostseite der Bay.
Also, nach dem Einkauf im Supermarket gehts nun wirklich auf den Highway. Leider, leider zeigt sich S.F. die Tage von seiner ganz nassen Seite. Es geht wirklich ein Wolkenbruch nach dem anderen nieder, und wir rauschen durch den Regen um die Bay herum. Ich will die Zentren Oakland und S.F. im Norden umfahren. Das ist dann doch ziemlich weit. Nachdem wir uns 1x kurz verfahren haben, übernachten wir auf dem Parkplatz einer UPS-Station. Ganz netter Fleck. Gut erholt. Dafür hat man ja das Womo. Wenn es halt ein Navi hätte .. Mit Technik hat´s unsere Kiste nicht so. Strom, Gas, Wasser, Sch.. gut, aber Bordelektronik gibts nicht.
Dienstag 21.2. Wir stechen schon um 7 in See - wir haben die Zeitverschiebung noch nicht ganz überwunden. Navi kommt ab jetzt von Google. Das Wetter ist besser, aber der Pacific soll immer Überraschungen in Form von Regen und Nebel bereithalten. Das Golden Gate ist ausnahmsweise frei davon. Wir steigen auf den höchten Punkt im Norden und haben die Bridge in ganzer Schönheit vor uns. Das Ding wurde (wie auch die Bay Bridge) schon in den 30er gebaut, wirkt aber auch jetzt noch eindrucksvoll. Die Einbuchtung ist der beste und ziemlich einzige sichere Naturhafen auf ein paar Tausend Meilen Küste. Erst waren die Spanier und Mexikaner hier. 1846 haben die Amis die Region übernommen. Geblieben sind mächtige Festungsanlagen auf allen Ufern und Inseln.
Wir schlängeln uns durch die Vororte zum "Highway Number One". Hier fährt man auf der Harley mit wehenden Haaren und offenem Hemd die ganze Küste runter nach L.A. Wir nehmen halt das Womo. Unsere Energie reicht nur bis zum ersten Zeltplatz südlich von S.F. am "Half Moon Beach". Klingt gut, liegt aber leider noch in der typischen Schlechtwetterzone von Golden Gate. Es ist nass, regnet, nass, kalt. SO HABEN WIR UNS CALIFORNIA NICHT VORGESTELLT!
Auf dem Zeltplatz steht alles voller gewaltiger Motor-Homes, aber anders als bei uns wohnen einfache Leute drin. Und zwar das ganze Jahr. Der Zeltplatz ist voller Handwerker, die halt hier leben. Unser Nachbar ist Maler. Kommt aus Mexico, mit der ganzen family, und sprich weniger Englisch als wir. Die Trucks sind alt. Das endgeparkte Motor-Home in der Größes eines Reisebusses "Kenia Edition" hat 6.000$ gekostet. Design follows Function.


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